Sylvester Stallone und Einklang, Glück, der Sinn des Lebens
Das tiefe
Gefühl von Lebendigkeit gibt dem Leben einen Sinn. Stellen Sie sich vor, der
Zweck Ihres Lebens bestünde darin, sich ganz einfach des Lebens zu erfreuen.
Und gesetzt den Fall, die Bedeutung des Lebens läge darin, das Vergehen der
Zeit zu genießen. Wie viel vom Beruf und Lebensstil, würden dann noch Bedeutung
haben? Unsere Lebendigkeit hängt jedoch häufig von der Beziehung zu anderen
Menschen ab. Wenn Menschen sich gemeinsam einer Sache widmen, beleben sie sich
entweder gegenseitig, oder sie rauben einander jegliche Energie. Das Erleben
wir im Berufsleben, in unseren Beziehungen und auch im Sport.
Nichts
erschöpft einen Menschen mehr, als mit anderen etwas zu unternehmen, was er
eigentlich gar nicht wirklich will. Die meisten Menschen leben in einem
Schmerz, der von dem Druck herführt, den sie gegenseitig aufeinander ausüben.
Als Reaktion auf diesen Druck, schlüpfen sie meistens in eine Rolle, die ihnen
nicht entspricht und nicht das Geringste mit ihnen zu tun hat. Gefangen in der
Welt ihrer Ängste und Gedanken haben sie häufig ihre wahre Berufung, ihr wahres
sein vergessen. Um ihre Einzigartigkeit
zu verbergen, haben sie sich dazu entschieden, eine Rolle zu übernehmen,
die eine ganz andere Fassade zeigt. Das alles, damit die Leute aufhören Druck
auszuüben, damit man den Normen seines Umfeldes entspricht, Erziehung,
Religionen, Berufs- und Schulsystemen gerecht wird.
Menschen die
in eine unpassende Rolle schlüpfen, opfern dafür ihre Vitalität, Lebendigkeit,
Lebensfreude und Leidenschaft. Auf der einen Seite gibt dieser faule Kompromiss
zwar mehr Ruhe, bietet den Menschen die sie respektieren, keinerlei
Inspiration. Es mag dann wesentlich sicherer erscheinen ein Leben im Versteck
zu führen, aber auch ihre Gemeinschaften und Familien spüren den herben Verlust
der Vitalität. Es stellt sich die Frage, führt man ein Leben im Versteck oder
nimmt man das Risiko auf sich, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen und
im dynamischen „Chaos“ zu leben. Dieses kann entstehen, wenn man sich erlaubt,
ganz und gar sich selbst zu sein.
Wie viele Menschen
führen eine Art Schattenkariere? Das junge Mädchen das einst die Welt bereisen
wollte, fremde Länder und andere Kulturen erforschen wollte, ergreift nach der
Schulzeit einen Beruf im Reisebüro. Ein paar Jahre später berät sie perfekt
ihre Kunden über die besten Reisen, schönsten Plätze der Welt. Irgendwann
stellt sie fest, dass ihre Kunden reisen, sie mit Ausnahme ihrer eigenen
Urlaubsreise oder einigen Expedientenreisen, ein Berufsleben im Büro verbringt.
Vor einiger
Zeit traf ich einen alten Schulfreund. Ich erinnerte mich, dass er zu unserer
gemeinsamen Schulzeit ein exzellenter Schauspieler war. Bei den
Schulaufführungen war seinerzeit der Star auf der Bühne. Durch sein
komödiantisches Talent und seinem ausgezeichneten Humor, hatte er stets die
„Lacher“ auf seiner Seite. Heute arbeitet er als Kameramann und Cutter eines
deutschen Fernsehsenders, für einen berühmten Comedy-Star. Sein Chef steht auf
der Bühne, er mit der Kamera davor oder sitzt im Schneideraum. Dabei gefallen
mir der Humor, die Comedy und das Sprachtalent des Freundes heute erst recht
besser, als die seines Chef`s, den berühmten Fernsehstar.
Auf die
Frage, ob er nicht selbst mal ein Bühnenprojekt starten wolle, antwortete er:
„Ich hab es mal versucht, es hat nicht funktioniert. Es hat mir viel Geld
gekostet, ich bin damit auf die Nase gefallen, habe mich finanziell verschuldet.
Ich wollte es vor einigen Monaten erneut versuchen. Meine Freundin hat mir
davon abgeraten, damit ich mich nicht noch mehr verschulde, weil ich dafür
wieder investieren muss. Ich hab nun diesen Job, verdiene etwas Geld und kann
langsam meine Schulden abzahlen. Außerdem reicht mein Talent nicht.“
Es stellt
sich die Frage, wie das Leben und die Karriere dieses Schulfreundes verlaufen,
wäre zum richtigen Zeitpunkt den passenden Förderer oder Begleiter an seiner
Seite gewesen? Wo wäre dieser Freund
heute, nach dem Fehlstart mit seinem ersten Projekt, mit dem Bewusstsein
„Aufstehen fängt mit Hinfallen an?“ Im Sport ist eine schwere Verletzung heute
nicht mehr gleich mit einem Karierende verbunden. Die enorme medizinische Entwicklung der letzten
Jahrzehnte und Physiotherapie haben es ermöglicht.
Ob das Leben
gelingt oder ob ich meinen Traum verwirkliche, hängt davon ab, ob ich meine
Berufung entdecke. Wenn man mit seiner wahren Bestimmung in Berührung kommt,
kann man es mit allen Sinnen spüren. Man fühlt sich zutiefst berührt, wie ein
Saiteninstrument, dessen Klangfülle seismographisch durch einen genialen
Interpreten erweckt wird. Ein Fußballer der im Spiel jeden Zweikampf und jedes
Dribbling gewinnt, den finalen Pass spielt oder zum Torabschluss kommt, erlebt
ähnliches.
Um aus einer
gewohnten Rolle auszubrechen, erfordert es zu entdecken, was die Gesamtheit der
Sinne stimuliert. Was macht mich ganz und gar lebendig? Worin bin ich
einzigartig und unschlagbar?
Sie haben
Zweifel an Ihrer Einzigartigkeit? Jeder
von uns ist ein Genie auf einem ganz bestimmten Gebiet. Wenn Sie sich voll und
ganz in Ihre natürliche Einzigartigkeit hineinstürzen, sie an andere Menschen
weitergeben, werden Sie zutiefst lebendig. Wie der Rockstar auf der Bühne im
Konzert, vor vielen tausend Fans. Der Fußballer im ausverkauften Stadion nach einem
erfolgreichen Dribbling und dem Tor.
Nun stellt
sich die Frage, wie entdecke ich meine wahre Leidenschaft und Einzigartigkeit?
Wenn Ihre Ziele und geheimen Träume sie nicht
erschrecken und nicht zumindest in leichte Panik versetzen, sind sie als
Herausforderungen nicht groß genug, um Ihre Kreativität wachzurütteln. Gerade
die Herausforderungen die Sie am meisten fürchten, können die Tür zum Glück
sein. Oder wie ein guter Freund einmal sagte: „Wenn dir der Arsch auf Grundeis
geht, dann bist du richtig“.
Durch
irgendeine perverse Verdrehtheit innerhalb der menschlichen Natur neigen wir
dazu, ausgerechnet das zu fürchten, was gerade unsere natürliche Brillanz und
Einzigartigkeit zum Vorschein bringen könnte. Das bedeutet, wenn die
Herausforderung nicht genau zu Ihrem Temperament passt, wird sie Ihr
verborgenes Talent nicht aus Ihnen herausholen. Die wahre Berufung erkennen sie
daran, dass sie zugleich ihre größte Leidenschaft ist. Diese entdecken Sie, in
dem Sie Ihrer Wahrnehmung folgen. Sie spüren genau, wann sie bis ins Mark
berührt sind und wann es sie kalt lässt. Ob Sie Ihr Schicksal erfüllen oder
nicht, hängt davon ab, ob sie die Herausforderungen erkennen, die genau auf
Ihre natürlichen Fähigkeiten abgestimmt sind.
Was Sie
dabei verdienen ist zunächst sekundär, weil Sie den Wert spüren, den Sie
dadurch schaffen. Dabei lernen sie sich
selbst und den anderen mit neuen Augen sehen. Den Respekt, die Wertschätzung
und Anerkennung, welche Sie dadurch von anderen Menschen erhalten, ist
unbezahlbar. Wenn man der größten Leidenschaft folgt, stellt sich neben einer
großen Vitalität auch der finanzielle Erfolg ein.
Ein Beispiel ist die Geschichte von Sylvester Stallone:

Seine Eltern ließen sich
früh scheiden und Stallone kam zu Pflegeeltern nach Philadelphia. Eine
Nervenlähmung im Gesicht hatte zur Folge, dass er kaum verständlich sprechen
konnte. In seiner Schulzeit wurde er dafür gehänselt, er verlegte seine
ganzen Interessen in den Sport. Stallone
wurde ein begeisterter Footballspieler, Fechter und Reiter. Im Jugendalter fand
er seinen Wunsch Schauspieler zu werden. Er versuchte sich an verschiedenen Laienbühnen
sowie in diversen Rollen in der Theatergruppe der Schule. Hier sah man jedoch
nur sein sportliches Talent, weshalb er nach der Highschool ein Stipendium am
amerikanischen Sport-College in Genf erhielt. 1967 kehrte er in die USA zurück.
Für seine weitere Ausbildung, schrieb er sich an der Universität von Miami für
das Fach der Schauspielerei ein.
Während dieser Zeit arbeitete er in verschiedenen Gelegenheitsjobs, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Noch bevor er seine Ausbildung beendet hatte, reiste er ohne Abschluss nach New York. Grund dafür war auch, dass ihm in Miami regelmäßig von der Schauspielerei abgeraten wurde. Er konnte sich nur in kleinen Nebenrollen beweisen und schrieb unter dessen das Drehbuch um einen Boxer und Nobody aus Philadelphia, der sich in einem Profi-Kampf als Talent beweisen möchte. Die Geschichte um "Rocky Balboa" fand jedoch keinen Produzenten, da er es zur Bedingung machte, den Part der Hauptrolle selbst zu spielen.
Während dieser Zeit arbeitete er in verschiedenen Gelegenheitsjobs, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Noch bevor er seine Ausbildung beendet hatte, reiste er ohne Abschluss nach New York. Grund dafür war auch, dass ihm in Miami regelmäßig von der Schauspielerei abgeraten wurde. Er konnte sich nur in kleinen Nebenrollen beweisen und schrieb unter dessen das Drehbuch um einen Boxer und Nobody aus Philadelphia, der sich in einem Profi-Kampf als Talent beweisen möchte. Die Geschichte um "Rocky Balboa" fand jedoch keinen Produzenten, da er es zur Bedingung machte, den Part der Hauptrolle selbst zu spielen.
Nach langen Verhandlungen
mit vielen Produzenten, gelang es ihm 1976 den wagemutigen Produzenten Irwin
Winkler zu finden.
Stallone hatte zu diesem
Zeitpunkt 106 Dollar auf der Bank. Er sagt: “Ich hatte meinen geliebten Hund
verkauft, weil ich mir das Hundefutter nicht mehr leisten konnte!”
Die Geschichte mit dem
Produzenten Irwin Winkler war folgende:
Sylvester Stallone hatte
Rocky fertiggeschrieben und sein Studio war interessiert: für 20 000 Dollar
wollte man ihm das Drehbuch abkaufen und die Hauptrolle mit einem bekannten
Schauspieler besetzen.
Stallone wollte Rocky aber
unbedingt selbst spielen.“ Dich kennt aber niemand“! „Ich arbeite ohne Honorar“.
„ Nein, aber wir geben dir 80 000 Dollar für das Drehbuch“. Er wollte das
Drehbuch nicht verkaufen, wenn er die Hauptrolle nicht selbst spielen konnte,
da stieg das Angebot sogar auf 200 000 Dollar!
Das Angebot stieg auf 300
000 Dollar.
Er sprach mit seiner Frau,
aber es war ihm klar: so dringend sie das Geld auch brauchten: Ich kann das
nicht tun. Das Angebot stieg auf 330 000 Dollar, dann auf 360 000 Dollar.
Schließlich zog Stallone einen Schlussstrich “Dann macht den Film einfach
nicht. Ich werde das Buch nicht verkaufen, wenn ich nicht selbst spielen kann.”
Irvine Winkler lenkte ein.
Stallone durfte die Hauptrolle spielen – aber er hatte das Drehbuch für das
Minimum von 20 000 Dollar gekauft (nach Abzügen von Steuern & Co. blieben
laut Stallone ganze 8000 Dollar übrig) und er bekam als Schauspieler-Honorar
schlappe 350 Dollar pro Woche. Am Einspielergebnis des Films war er mit nur 10
% beteiligt.
Die weitere Geschichte von
Sylvester Stallone ist den meisten Menschen bekannt.
Der Film bekam zumeist wohlwollende Kritiken und entwickelte sich zum
Überraschungserfolg an der Kinokasse. Mit einem Einspielergebnis von über 56
Millionen US-Dollar wurde die Produktion in den Vereinigten Staaten zum
kommerziell erfolgreichsten Film des Jahres 1976. Die Bruttoeinnahmen stiegen
in den USA sogar auf 117,2 Mio. Dollar. Das weltweite Ergebnis betrug 225 Mio.
Dollar.
Rocky wurde 1977 für zehn Oscars nominiert und gewann drei davon in den Kategorien Beste Regie, Bester Schnitt und Bester Film. Sylvester Stallone war im Übrigen zu diesem Zeitpunkt erst der dritte Filmschaffende, der sowohl als Hauptdarsteller als auch als Drehbuchautor nominiert wurde.
Übrigens: Seinen über alles geliebten Hund, soll Stallone von seiner ersten Filmgage für ein hundertfaches zurück gekauft haben………
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